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J. G. Bönisch

 

 

                                                                 

 

 

Er wurde am 7. Juni 1777 als Sohn eines Steuerbeamten in Pomßen (bei Leipzig) geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Löbau. Bönisch absolvierte eine Lehre in Wundarzneikunde, war Lazarettarzt in der österreichischen Armee, studierte in Würzburg und Dresden und promovierte in Wittenberg. Als Medicus practicus und Geburtshelfer ließ er sich in Bischofswerda nieder. Im Jahre 1813 verlor er bei einem Stadtbrand seine gesamte Habe, kam völlig mittellos mit seiner Familie nach Kamenz und wurde vom Stadtrat als Stadtphysikus bestellt.


                                                        

 
 
 

Der 46-jährige Bönisch begann 1822 seine Idee für die Errichtung eines Armenkrankenhauses umzusetzen. Tagsüber ging er seiner Tätigkeit als Stadtphysikus nach, abends folgten umfangreiche Vorbereitungen für das große Projekt. Da seitens der Stadt die finanziellen Mittel für den Bau nicht zur Verfügung standen, nahm Bönisch zudem einen aufreibenden und mehrjährigen Kampf um mildtätige Spenden auf sich.
Aus 877 Ortschaften von über 1000 Bürgern aus ganz Deutschland kam Geld für das Kamenzer Krankenhaus, es spendeten auch König Friedrich Wilhelm von Preußen, König Friedrich August von Sachsen und sogar der Kaiser von Russland.
Hinzu kamen praktische Hilfsarbeiten von ansässigen Handwerkern und Einwohnern sowie die Erlöse aus dem Verkauf von Bönischs Buch „Historische geographisch statistische Topographie oder geschichtliche Beschreibung der Stadt Camenz“.
Nach drei Jahren war es dann soweit: Am 3. Januar 1826 wurde das "cosmopolitische Barmherzigkeitsstift für Arme Kranke" in Kamenz eröffnet.
Als der rastlose Dr. Johann Gottfried Bönisch schwer erkrankte, bat er die Stadtväter darum, "auch im Tode gleichsam der Anstalt und ihren Kranken nahe bleiben zu dürfen". Dem Wunsch des 54-Jährigen wurde zugestimmt. Am 25. Juni 1831 starb Bönisch an einem Brustleiden und wurde im Garten des Krankenhauses beigesetzt.
Und so zeugt heute das Mausoleum hinter dem Barmherzigkeitsstift vom Wirken dieses engagierten Arztes und Lessing-Verehrers.

 

 

 

Quelle Kamenzer Geschichtsverein e.V.